Wie gebe ich meinem Pferd die Sicherheit zurück?

mardi 9 décembre 2014

Hallo ihr Lieben, vielleicht könnt ihr mir ja helfen...



Ich habe vor ca. einem Jahr mein Pferd gekauft. Davor hatte ich ihn ein Jahr als RB, kenne also seine vorherigen Haltungsbedingungen - und die waren überhaupt nicht gut. Er war im Grunde ein Tierschutzfall, ich habe den Vorbesitzern gesagt, entweder ihr verkauft ihn mir, oder ich rufe die Polizei.



Gekauft habe ich ihn, weil ich das Potenzial für mein Traum-Freizeit-Pferd gesehen habe, der Kumpel, der alles mitmacht. Am Anfang war er das überhaupt nicht, hatte Angst vor Allem, war absolut nicht ausgebildet... Aber er wollte es einem immer recht machen und hat schnell gelernt. Viel Bodenarbeit am Anfang, Unterricht bei einer guten RL, und immer ins Gelände, erst mit Begleitung, dann auch alleine, und ich hatte irgendwann das bravste Pferd der Welt. Und das Mutigste. Nicht das am besten ausgebildete, aber wir arbeiten ja dran.



Tja, und dann bin ich umgezogen, aufgrund eines neuen Jobs. 2.000km weit. Das Pferd habe ich mitgenommen, denn er ist extrem menschenbezogen und total auf mich fixiert; ich wollte ihm da nicht nochmal einen Besitzerwechsel zumuten. Und ich hänge ja auch an ihm.



Aber inzwischen sind es schon drei Monate, seit wir umgezogen sind, und er ist momentan einfach nervig. Es war ja auch für ihn eine riesige Umstellung. Im alten Stall war ich Selbstversorger und jeden Tag da, jetzt komme ich "nur" 4-5x/Woche. Aber manchmal auch garnicht, weil ich ca. 25% meiner Zeit auf Dienstreisen verbringe. Er hat eine Paddockbox (vorher Innenbox) und täglichen Koppelgang mit einem Kumpel - das liebt er, denn er ist auch bei anderen Pferden sehr Kontaktfreudig und sozial.



Wenn ich mal da bin hängt er nur auf mir rum - wenn ich ihn freilaufen lasse z.B. weicht er mir keinen Schritt von der Seite - und auf Wegschicken reagiert er aggressiv, wie gaaaanz am Anfang. Er kann aber z.B. auch nicht mehr stillstehen und zappelt nur noch, stupst mich dauernd an, etc. Beim Reiten ist er leicht abgelenkt, drückt er mit dem Unterhals gegen den Zügel und lässt sich nicht stellen, vor allem rechts. Und ins Gelände können wir garnicht mehr. Beim ersten Versuch ist er nervös getrippelt, beim zweiten dann durchgegangen. Trecker von vorne, bellender Hund von hinten, also ab über den Acker und erst kurz vor der Straße wieder gebremst. Sogar der Außenplatz ist ihm total unheimlich, da hat er sich beim Longieren neulich losgerissen und ist panisch zum Stall gerannt.



Das ist so total nicht mein Pferd - auch als er ganz am Anfang noch total verstört war und öfter mal im Gelände weggesprungen oder umgedreht ist, ließ er sich immer innerhalb von 4-5 Galoppsprüngen wieder einfangen und auch problemlos beim Gruppengalopp durchparieren. Er war am Ende sogar unser ruhiges Führungspferd für Jungpferde oder nervöse Reiter im Gelände... Andererseits kennt er das offene Gelände hier auch absolut nicht - in Irland konnte man nur auf der Straße reiten, mit links und rechts je einer brusthohen Hecke, das ist doch irgendwie eine Begrenzung.



Insgesamt aber scheint er noch total unsicher zu sein, nur weiß ich echt nicht, wie ich das ändern soll. Habt ihr irgendwelche Ideen?





Wie gebe ich meinem Pferd die Sicherheit zurück?

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