Hallo zusammen,
ich habe ein Problem mit den Hinterhufen meiner neuen Stute und brauche mal ein paar Ideen.
Ich habe das Pferd jetzt seit etwas mehr als einer Woche.
Beim Probereiten vor gut zwei Wochen ließ sie sich noch alle vier Hufe auskratzen - hinten zwar etwas unwillig, aber okay. Dann war wohl der Hufschmied da, ich habe nicht viel mehr erfahren als dass es "Theater gab" und der Schmied wohl ungeduldig wurde.
Einen Tag darauf dann die AKU, da war ich dabei. Vorne war das Verhalten bei der Beugeprobe halbwegs okay. Hinten passte ihr das gar nicht. Das eine Hinterbein konnte der Tierarzt beugen, indem die Helferin ein Vorderbein anhob. Beim zweiten Hinterbein ging gar nichts mehr bis irgendwann die Nasenbremse drauf war.
Das Ergebis der Beugeprobe war aber ohne Befund und das Pferd versuchte zwar, dem Tierarzt auszuweichen und sich mit allen Mitteln zu entziehen, schien mir dabei aber nicht auf Angriff zu gehen (kein Ausschlagen) und war sehr schnell wieder entspannt. Ansonsten passte einfach alles - eingepackt und gekauft.
Stand heute ist: Seit diesem Tierarztbesuch wurden die hinteren Hufe nicht mehr ausgekratzt. Es ist kein Rankommen.
Wir haben beschlossen, es langsam und mit Geduld anzugehen, den Punkt zu finden, den sie noch okay findet und diesen langsam mit Lob für braves Stehen zu verschieben. Als sie bei uns ankam, durfte man die Hinterbeine nicht mal ansehen, geschweige denn berühren.
Inzwischen dürfen wir beide Hinterbeine bis ganz nach unten abbürsten - das ging recht schnell.
Ohne Bürste in der Hand dürfen wir das Bein bis zum Knie berühren - und auch nur, wenn sie nicht ahnt, dass das langfristige Ziel der Huf ist. Ich darf dann z.B. keinen Hufkratzer in der Hand haben und gleich nach dem Auskratzen der vorderen Hufe (was täglich besser geht) brauch ich nicht mal in die Nähe der Hinterhand kommen.
Bis gestern hätte ich gesagt, dass wir langsam aber sicher Fortschritte machen, aber dann gab es einen herben Rückschlag: Sie wich mir nicht aus sondern pöbelte mit der Hinterhand in meine Richtung und schubste mich weg :eek:
(Und das ist ein beeindruckender Tinker-Hintern, da ist schon Wumms hinter! Schwer zu glauben, dass irgendwer da stehen bleibt.)
Es hat ewig gedauert, bis ich sie soweit hatte, das Knie zu berühren während sie still steht, aber das hat vorher geklappt, das wollte ich nach der Frechheit durchsetzen. Ging dann nach langem Nerven und viel hin und her auch. Lob und Ende.
Erschwerdend kommt jetzt dazu, dass sie seit Samstag in einer neuen Herde (Ganztagsweidehaltung) ist und seit Montag rossig :rolleyes:
Ansich ist sie sehr bemüht, zu gefallen. Sie zeigt ansonsten gar keine Anzeichen von Respektlosigkeit, ist ganz leicht zu händeln, bleibt höflich beim Führen hinter mir und auf Abstand. Ihre Hinterhand kann ich auf Handzeichen nach Belieben herumschieben, ebenso rückwärtsrichten, anhalten usw.
Beim Spazieren im Gelände ist sie noch guckig und manchmal aufgeregt, folgt mir aber, wenn ich vorgehe und lässt sich alle Gespenster zeigen und für harmlos verkaufen. Ich trage mein Baby in der Trage mit mir herum, wenn wir mit ihr spazieren gehen - das ist überhaupt kein Problem, weil sie Abstand hält und sich mit Handzeichen leiten lässt.
Auf dem Platz ist sie noch unkonzentriert, aber das halte ich für ganz normal: Ihre neue Herde ist ganz nah, natürlich zuppelt sie dann mal in diese Richtung, lässt sich aber nach Korrektur wieder auf uns ein.
Alles in allem ist sie also alles andere als frech oder dominant, ich gehe also wirklich davon aus, dass sie sich fürchtet, wenn es um die Hinterhufe geht.
Habt ihr vielleicht noch Tipps?
Ich habe schon überlegt, einen Trainer zur Unterstützung dazuzuziehen, aber ich finde niemanden, von dem ich denke, dass es passen könnte. Ich möchte bei diesem Pferd mit seinem Will-to-please ungern mit irgendwelchen Dominanzspielchen anfangen und wie das Resultat nach dem Motto: "Ohne Zweifel rangehen und einfach durchziehen" aussieht habe ich schon beim Tierarzt gesehen ...
Irgendwelche Ideen? Erfahrungen? Aufmunterungen?
Merci :)
ich habe ein Problem mit den Hinterhufen meiner neuen Stute und brauche mal ein paar Ideen.
Ich habe das Pferd jetzt seit etwas mehr als einer Woche.
Beim Probereiten vor gut zwei Wochen ließ sie sich noch alle vier Hufe auskratzen - hinten zwar etwas unwillig, aber okay. Dann war wohl der Hufschmied da, ich habe nicht viel mehr erfahren als dass es "Theater gab" und der Schmied wohl ungeduldig wurde.
Einen Tag darauf dann die AKU, da war ich dabei. Vorne war das Verhalten bei der Beugeprobe halbwegs okay. Hinten passte ihr das gar nicht. Das eine Hinterbein konnte der Tierarzt beugen, indem die Helferin ein Vorderbein anhob. Beim zweiten Hinterbein ging gar nichts mehr bis irgendwann die Nasenbremse drauf war.
Das Ergebis der Beugeprobe war aber ohne Befund und das Pferd versuchte zwar, dem Tierarzt auszuweichen und sich mit allen Mitteln zu entziehen, schien mir dabei aber nicht auf Angriff zu gehen (kein Ausschlagen) und war sehr schnell wieder entspannt. Ansonsten passte einfach alles - eingepackt und gekauft.
Stand heute ist: Seit diesem Tierarztbesuch wurden die hinteren Hufe nicht mehr ausgekratzt. Es ist kein Rankommen.
Wir haben beschlossen, es langsam und mit Geduld anzugehen, den Punkt zu finden, den sie noch okay findet und diesen langsam mit Lob für braves Stehen zu verschieben. Als sie bei uns ankam, durfte man die Hinterbeine nicht mal ansehen, geschweige denn berühren.
Inzwischen dürfen wir beide Hinterbeine bis ganz nach unten abbürsten - das ging recht schnell.
Ohne Bürste in der Hand dürfen wir das Bein bis zum Knie berühren - und auch nur, wenn sie nicht ahnt, dass das langfristige Ziel der Huf ist. Ich darf dann z.B. keinen Hufkratzer in der Hand haben und gleich nach dem Auskratzen der vorderen Hufe (was täglich besser geht) brauch ich nicht mal in die Nähe der Hinterhand kommen.
Bis gestern hätte ich gesagt, dass wir langsam aber sicher Fortschritte machen, aber dann gab es einen herben Rückschlag: Sie wich mir nicht aus sondern pöbelte mit der Hinterhand in meine Richtung und schubste mich weg :eek:
(Und das ist ein beeindruckender Tinker-Hintern, da ist schon Wumms hinter! Schwer zu glauben, dass irgendwer da stehen bleibt.)
Es hat ewig gedauert, bis ich sie soweit hatte, das Knie zu berühren während sie still steht, aber das hat vorher geklappt, das wollte ich nach der Frechheit durchsetzen. Ging dann nach langem Nerven und viel hin und her auch. Lob und Ende.
Erschwerdend kommt jetzt dazu, dass sie seit Samstag in einer neuen Herde (Ganztagsweidehaltung) ist und seit Montag rossig :rolleyes:
Ansich ist sie sehr bemüht, zu gefallen. Sie zeigt ansonsten gar keine Anzeichen von Respektlosigkeit, ist ganz leicht zu händeln, bleibt höflich beim Führen hinter mir und auf Abstand. Ihre Hinterhand kann ich auf Handzeichen nach Belieben herumschieben, ebenso rückwärtsrichten, anhalten usw.
Beim Spazieren im Gelände ist sie noch guckig und manchmal aufgeregt, folgt mir aber, wenn ich vorgehe und lässt sich alle Gespenster zeigen und für harmlos verkaufen. Ich trage mein Baby in der Trage mit mir herum, wenn wir mit ihr spazieren gehen - das ist überhaupt kein Problem, weil sie Abstand hält und sich mit Handzeichen leiten lässt.
Auf dem Platz ist sie noch unkonzentriert, aber das halte ich für ganz normal: Ihre neue Herde ist ganz nah, natürlich zuppelt sie dann mal in diese Richtung, lässt sich aber nach Korrektur wieder auf uns ein.
Alles in allem ist sie also alles andere als frech oder dominant, ich gehe also wirklich davon aus, dass sie sich fürchtet, wenn es um die Hinterhufe geht.
Habt ihr vielleicht noch Tipps?
Ich habe schon überlegt, einen Trainer zur Unterstützung dazuzuziehen, aber ich finde niemanden, von dem ich denke, dass es passen könnte. Ich möchte bei diesem Pferd mit seinem Will-to-please ungern mit irgendwelchen Dominanzspielchen anfangen und wie das Resultat nach dem Motto: "Ohne Zweifel rangehen und einfach durchziehen" aussieht habe ich schon beim Tierarzt gesehen ...
Irgendwelche Ideen? Erfahrungen? Aufmunterungen?
Merci :)
Probleme mit den hinteren Hufen
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