Hallo zusammen,
mich würde mal interessieren, welchen Wandel ihr im Laufe der Jahre bei der Pferdefütterung beobachtet habt und wie die Pferde damit klar kamen.
Als ich anfing zu Reiten (Anfang der 90er), da wurde die Pferdefütterung recht einfach und meist nach Augenmaß gehalten. Ich erinnere mich an folgende Dinge:
- Heu gab es nach Augenmaß morgens und abends einen Berg voll
- Stroh fraß jedes Pferd aus der Einstreu
- Kraftfutter wurde auch nach Augenmaß gefüttert, es gab Hafer oder gequetschte Gerste und in den ganz "fortschrittlichen" Ställen gab es Pellets
- Im Sommer bekamen die Pferde Weidegang, im Winter gab es nur 24/7 Box und dafür dann Möhren oder Futterrüben
- Als Leckerlies gab es hartes Brot oder Zuckerstückchen, ggf. mal nen Apfel oder ne Möhre
- Hin und wieder begegnete mir ein Salzleckstein
Im Zusammenhang mit der Fütterung gab es für mich (mit Kinderaugen) folgende logische Schlüsse bzw. wir haben es so gelernt:
- Bestimmte Ponyrassen waren meistens dick und das war eben so (Haflinger, Shetties etc.)
- Rehe kannte man nur von leichtfuttrigen Pferderassen (wieder Haflinger, Shetties usw.)
- Warmblüter etc. neigten dagegen eher zu Kolik und Kreuzverschlag, wobei ich letzteren nie live erlebt habe (zum Glück)
- Die Pferde/Ponies, die ich kannte, waren im Durchschnitt meistens in guter "rassetypischer" Figur (Hafis und Kaltblüter kräftiger, Warmblüter etc. eher schlanker)
- EMS, Cushing etc. waren unbekannt (was nicht heißt, dass es diese Krankheiten nicht gab!)
- Pferde wurden bei Kolik oder wiederkehrend auftretenden fütterungsbedingten Krankheiten schneller eingeschläfert, wenn sie nicht mehr liefen.
Im Vergleich dazu fallen mir folgende Dinge auf:
- Rationen werden zunehmend berechnet, nicht mehr mit dem Auge erstellt
- Der Markt an Futtermitteln ist schier endlos geworden: es gibt Müslis, Pellets, Getreidemischungen, Einzelgetreide, Mineralfuttermischungen, Kräuterzusätze...
- Es gibt viele "Glaubensrichtungen" bei der Fütterung: getreidefrei, melassefrei, nur Hafer, nur Müsli, viele Mineralien, wenig Mineralien... Es scheint keinen standatisierten Weg mehr zu geben
- Es gibt viel mehr (Wissen um) fütterungsbedingte Krankheiten und Pferde werden diesbezüglich immer mehr behandelt, Futter und Haltung werden entsprechend abgestimmt.
- Es scheint immer mehr dicke Pferde zu geben bzw. die Angst vor dicken Pferden nimmt rapid zu, daher wird auch vermehrt darauf geachtet
- Ölfütterung kannte ich früher so nicht
Mich würde interessieren, welche Vergleichswerte ihr habt.
Wie wurden die Pferde in eurem Umfeld vor 20, 30 oder noch mehr Jahren gefüttert?
Wie ging man mit Übergewicht oder Fütterungsproblemen um?
Welche Futtermittel wurden verwendet und sind heute möglicherweise von der Bildfläche verschwunden?
mich würde mal interessieren, welchen Wandel ihr im Laufe der Jahre bei der Pferdefütterung beobachtet habt und wie die Pferde damit klar kamen.
Als ich anfing zu Reiten (Anfang der 90er), da wurde die Pferdefütterung recht einfach und meist nach Augenmaß gehalten. Ich erinnere mich an folgende Dinge:
- Heu gab es nach Augenmaß morgens und abends einen Berg voll
- Stroh fraß jedes Pferd aus der Einstreu
- Kraftfutter wurde auch nach Augenmaß gefüttert, es gab Hafer oder gequetschte Gerste und in den ganz "fortschrittlichen" Ställen gab es Pellets
- Im Sommer bekamen die Pferde Weidegang, im Winter gab es nur 24/7 Box und dafür dann Möhren oder Futterrüben
- Als Leckerlies gab es hartes Brot oder Zuckerstückchen, ggf. mal nen Apfel oder ne Möhre
- Hin und wieder begegnete mir ein Salzleckstein
Im Zusammenhang mit der Fütterung gab es für mich (mit Kinderaugen) folgende logische Schlüsse bzw. wir haben es so gelernt:
- Bestimmte Ponyrassen waren meistens dick und das war eben so (Haflinger, Shetties etc.)
- Rehe kannte man nur von leichtfuttrigen Pferderassen (wieder Haflinger, Shetties usw.)
- Warmblüter etc. neigten dagegen eher zu Kolik und Kreuzverschlag, wobei ich letzteren nie live erlebt habe (zum Glück)
- Die Pferde/Ponies, die ich kannte, waren im Durchschnitt meistens in guter "rassetypischer" Figur (Hafis und Kaltblüter kräftiger, Warmblüter etc. eher schlanker)
- EMS, Cushing etc. waren unbekannt (was nicht heißt, dass es diese Krankheiten nicht gab!)
- Pferde wurden bei Kolik oder wiederkehrend auftretenden fütterungsbedingten Krankheiten schneller eingeschläfert, wenn sie nicht mehr liefen.
Im Vergleich dazu fallen mir folgende Dinge auf:
- Rationen werden zunehmend berechnet, nicht mehr mit dem Auge erstellt
- Der Markt an Futtermitteln ist schier endlos geworden: es gibt Müslis, Pellets, Getreidemischungen, Einzelgetreide, Mineralfuttermischungen, Kräuterzusätze...
- Es gibt viele "Glaubensrichtungen" bei der Fütterung: getreidefrei, melassefrei, nur Hafer, nur Müsli, viele Mineralien, wenig Mineralien... Es scheint keinen standatisierten Weg mehr zu geben
- Es gibt viel mehr (Wissen um) fütterungsbedingte Krankheiten und Pferde werden diesbezüglich immer mehr behandelt, Futter und Haltung werden entsprechend abgestimmt.
- Es scheint immer mehr dicke Pferde zu geben bzw. die Angst vor dicken Pferden nimmt rapid zu, daher wird auch vermehrt darauf geachtet
- Ölfütterung kannte ich früher so nicht
Mich würde interessieren, welche Vergleichswerte ihr habt.
Wie wurden die Pferde in eurem Umfeld vor 20, 30 oder noch mehr Jahren gefüttert?
Wie ging man mit Übergewicht oder Fütterungsproblemen um?
Welche Futtermittel wurden verwendet und sind heute möglicherweise von der Bildfläche verschwunden?
Pferdefütterung früher
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