Pferd verstehen - richtiger Umgang

mardi 17 mars 2015

Hallo liebes Forum,

ich bin neu hier und mich beschäftigt etwas schon sehr lange. Der Text wird etwas länger, ich bitte dies zu entschuldigen!



Seit 5 Jahren helfe ich bei einer Privatperson, die Pferde zu versorgen. Eines der 2 Pferde wurde dann mein Pflegepferd, welches aber leider im August 2012 von uns ging. Das andere Pferd - Raduza - war aber nicht allein da es schon ein anderes Beistellpferd gab. Seit dem habe ich mich nicht mehr so intensiv bei den Pferden engagiert, bin aber seit kurzem wieder voll dabei; beides die gleichen Pferde. Es geht um Raduza, eine 27-jährige Kladruberstute.

Sie ist dominant, unausstehlich, gefährlich, hinterlistig... dabei aber wunderschön und charakterstark. Trotz ihrer negativen Seite hänge ich sehr an ihr. Sie hat wohl (angeblich) sehr schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, v.a. beim Vorbesitzer (wurde mit einer Pfanne geschlagen...); aber auch beim jetzigen Besitzer (der sie über 10 Jahre schon hat), wurde sie nicht immer so toll behandelt. Sie musste halt funktionieren, sowohl beim Reiten als auch beim Kutschefahren. Und das hat sie auch immer ohne Wenn und Aber gemacht, beim Reiten hatte ich auch nie Schwierigkeiten mit ihr. Was der jetzige Besitzer tut und macht ist seine Sache, das kann ich nicht ändern. Sie bekommt jetzt auch nur noch ihr Gnadenbrot.



Man kann sie kaum anfassen ohne das sie die Ohren anlegt oder mit dem Schweif nach einem schlägt. Auch zuckt sie immer zurück. Sie schnappt nach einem und wenn man nicht aufpasst... Man kann sie putzen usw. Aber es ist immer Widerstand da. Jetzt hatte sie ein Problem mit ihrer linken Hinterhufe, welches sich über ein 3/4 Jahr hinzog und jetzt bin ich langsam dabei, sie wieder an ein normales Gangbild über lange Spaziergänge und "leichtes" Longieren ranzuführen. Aber beim Longieren muss ich auf der Hut sein, da sie gern völlig unerwartet nach innen kommt und auf mich zurast und mir droht. Manchmal geht es besser, öfters eher nicht.

Auch lässt sie sich den Huf seit letztem Jahr August nicht mehr auskratzen (eben wegen dem Problem) und letzten Samstag haben wir es endlich geschafft, das letzte Eisen runterzukriegen und den Huf zu verschneiden. Deswegen Training Gangbild. Aber sie gibt ihn immer noch nicht und seit heute das gleiche mit dem Vorderhuf rechts. Wenn ich es versuche, geht sich mich an und ich muss mich in Sicherheit bringen (sie ist angebunden).



Es gibt noch sooo viel, was ich erzählen will, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen.

Mir geht es darum, dass ich mich nicht zufrieden damit gebe, dass sie so ist wie sie ist, wie es ihr Besitzer tut. Ich möchte mit ihr zusammen daran arbeiten, dass sie wieder normal laufen kann und die letzten Jahre ihres Lebens 'glücklich' verbringt. Sie muss mich nicht lieben und vor Freude wiehern, wenn sie mich sieht!

Ich möchte ihr Vertrauen gewinnen, aber ich weiß nicht Recht wie, da sie mich nicht an sich heranlässt. Vielleicht geht das auch gar nicht mehr, sie ist ja auch schon 27. Dann muss ich mich damit abfinden und weiterhin Geduld und flinken Fuß zeigen. Aber manchmal hat der ein oder andere doch noch eine Idee, wie ich es anstellen kann. Als Bestechung bekommt sie oft einen Apfel oder ein Stück trockenes Brot, da hab ich 30 sek., in denen sie mir nah ist ohne mich gleich in den Hintern zwicken zu wollen. ;)



Noch etwas: ich bin kein Profi in Sachen Pferde. Ich weiß was ich tue, ich kann reiten und ich tue den Pferden damit nicht weh. Ich kenne ein paar Fachbegriffe, habe mich ausführlicher mit Pferdeerkrankungen, Pferdeverhalten und dergleichen auseinander gesetzt, aber ansonsten liebe ich es einfach, mich bei den Pferden aufzuhalten, zu schauen das es ihnen gut geht und alle Arbeiten drumherum zu erledigen.



Hat jemand einen Tip oder Ratschlag für mich? Oder gibt es etwas, was noch wichtig wäre zu erfahren was ich jetzt noch nicht erzählt habe? Wie gesagt, da gibt es ja noch so viel...



Danke für's Lesen!





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