Ich möchte hier folgenden Artikel zur Diskussion stellen (in der Hoffnung dass er hier im Forum noch nicht existiert :gnade: ) http://ift.tt/1ESoPBr Achtung, es sind 4 Kapitel, nicht nur die 1. Seite zu der der Link führt!
Mir geht es nicht um die Kernaussage ("böse, böse Schleifchensammler die von ihren Jungpferden zu früh zu viel abverlangen"), sondern eher um (versteckte?) Kritik an Reitweisen neben der FN (/klassischen Reitweise wie sie sein sollte). Beispiel: "Dazu ein passendes Zitat eines Gegners der Methoden von Francois Baucher (dem Begründer der Légèreté): Ich lehne jede Lehre ab, die dem Pferd den Schwung nimmt ! Prinz von Nemours, 1847, Bruder des Herzogs von Orléans (Der Herzog von Orléans war der größte Gönner von Francois Baucher)"
Ich höre in dem Artikel ab und zu "H.Dv.12 vs. Barock" raus oder täuscht das? "Der Hintergedanke der großen Reitmeister war ein einfacher und auch sehr logischer: Durch das zwanglose bergauf und bergab Reiten im Gelände in freien Gängen (Trab und Galopp), konnte die junge Remonte ihren Schwung entwickeln, Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke stärken und innere und äußere Losgelassenheit erreichen. Das war die Aufgabe der jungen Remonte in den ersten zwei Jahren, um dann im Anschluss ihrer jeweiligen Spezialisierung zugeführt zu werden." Aus der barock Ecke habe ich des öfteren gehört: Erst müssen die Seitengänge sitzen bevor mit der Galopparbeit begonnen wird. Klar, beide Methoden haben das Ziel der vermehrten Lastaufnahme in der Hinterhand und eine bessere Bergaufgaloppade. Aber was ist nun gesünder fürs Pferd, zuerst alle Gänge zu reiten und dann am "zusammenschieben" der Vor-&Hinterhand zu arbeiten durch Seitengänge, etc. oder zuerst Schulter und Kruppe kontrollieren zu können und dann am Galopp zu arbeiten?
Die Verfasserin beruft sich häufig auf Aussagen alter Meister, aber in welcher Beziehung steht sie mit Guérinières Lehren (Vorbild für vieles was mit Reitkunst/reeller Gymnastizierung des Pferdes zu tun hat, aber die Wurzeln im barocken Zeitalter hat)?
Ich will den Artikel nicht kritisieren, insgesamt finde ich ihn gut gelungen, es gibt nur eine Stellen die mich verwirren, bzw. im Kontrast stehen zu dem was ich bisher gelernt habe.
Kann natürlich auch sein, dass im Endeffekt unter anderem wieder die Aussage "erst Schwung dann Versammlung" (->Skala der Ausbildung) gegen "Versammlung zur Schwungentwicklung" (->z.B. Akademische Reitkunst) steht...
Bin gespannt auf eure Meinungen
Mir geht es nicht um die Kernaussage ("böse, böse Schleifchensammler die von ihren Jungpferden zu früh zu viel abverlangen"), sondern eher um (versteckte?) Kritik an Reitweisen neben der FN (/klassischen Reitweise wie sie sein sollte). Beispiel: "Dazu ein passendes Zitat eines Gegners der Methoden von Francois Baucher (dem Begründer der Légèreté): Ich lehne jede Lehre ab, die dem Pferd den Schwung nimmt ! Prinz von Nemours, 1847, Bruder des Herzogs von Orléans (Der Herzog von Orléans war der größte Gönner von Francois Baucher)"
Ich höre in dem Artikel ab und zu "H.Dv.12 vs. Barock" raus oder täuscht das? "Der Hintergedanke der großen Reitmeister war ein einfacher und auch sehr logischer: Durch das zwanglose bergauf und bergab Reiten im Gelände in freien Gängen (Trab und Galopp), konnte die junge Remonte ihren Schwung entwickeln, Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke stärken und innere und äußere Losgelassenheit erreichen. Das war die Aufgabe der jungen Remonte in den ersten zwei Jahren, um dann im Anschluss ihrer jeweiligen Spezialisierung zugeführt zu werden." Aus der barock Ecke habe ich des öfteren gehört: Erst müssen die Seitengänge sitzen bevor mit der Galopparbeit begonnen wird. Klar, beide Methoden haben das Ziel der vermehrten Lastaufnahme in der Hinterhand und eine bessere Bergaufgaloppade. Aber was ist nun gesünder fürs Pferd, zuerst alle Gänge zu reiten und dann am "zusammenschieben" der Vor-&Hinterhand zu arbeiten durch Seitengänge, etc. oder zuerst Schulter und Kruppe kontrollieren zu können und dann am Galopp zu arbeiten?
Die Verfasserin beruft sich häufig auf Aussagen alter Meister, aber in welcher Beziehung steht sie mit Guérinières Lehren (Vorbild für vieles was mit Reitkunst/reeller Gymnastizierung des Pferdes zu tun hat, aber die Wurzeln im barocken Zeitalter hat)?
Ich will den Artikel nicht kritisieren, insgesamt finde ich ihn gut gelungen, es gibt nur eine Stellen die mich verwirren, bzw. im Kontrast stehen zu dem was ich bisher gelernt habe.
Kann natürlich auch sein, dass im Endeffekt unter anderem wieder die Aussage "erst Schwung dann Versammlung" (->Skala der Ausbildung) gegen "Versammlung zur Schwungentwicklung" (->z.B. Akademische Reitkunst) steht...
Bin gespannt auf eure Meinungen
Reiten wir heute noch nach den Erkenntnissen, die uns die klassische Reitkunst bietet
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