Hallo liebe Foris,
schon lange bin ich hier im Forum unterwegs, allerdings erst seit heute angemeldet, da ich bis dato nirgends meinen Senf dazu geben wollte.
Seit einiger Zeit schwebt mir eine Geschichte im Kopf herum, die ich nun gerne mit euch teilen möchte. Sie weist teilweise Parallelen zu meinem Leben auf, ist aber hauptsächlich Inspiration aus dem Forum. Freakshows, eure Geschichten, normale Fragen, die das Reiten betreffen und Erfahrungen aus dem Off-Topic-Bereich.
Diese Geschichte hat einen roten Faden und ist in meinem Kopf so gut wie abgeschlossen.
Konstruktive Kritik ist gerne gesehen :) Bitte seid aber nicht zu streng mit mir, ist das erste was ich veröffentliche. Ich schreibe schon lange und viel, meine Lehrer meinten immer kreatives Schreiben würde mir liegen.
Und nun soll es losgehen.
März 2012
Wütend stapfte ich durch die bitterkalte Nacht im März. Ich schnaufte, blieb stehen und steckte mir eine Kippe an. Nach drei Zügen schmiss ich sie in den Gulli. Schmeckte nicht. Vielleicht sollte ich damit aufhören. Sagte Niko auch immer. Er wollte keinen Aschenbecher küssen. Und insgeheim nervte es ihn, dass ich beim Rauchen ständig neue Leute kennen lernte.
Niko. Seit zweieinhalb Jahren war er nun schon mein Freund. Meine erste richtig lange Beziehung. Ob ich glücklich war? Mhm gute Frage. Wohl eher nicht.
Ich dachte wieder an den Geburtstag, von dem ich gerade wutschnaubend abgedampft war. Dabei wollte ich doch eigentlich nur mit meinen alten Klassenkameraden lachen, reden und feiern. Robin hatte sich große Mühe mit seinem 18. Geburtstag gegeben, die Garage war so schön her gerichtet, seine Mutter hatte sich mit den Köstlichkeiten, die sie auftischte, mal wieder selbst übertroffen, es gab gut und reichlich zu trinken und die Stimmung war gelöst. Das lag vor allem an den Leuten; allesamt Menschen, die ich seit meiner Kindheit kannte und nun so selten sah, da wir nach unserem Abschluss selten den gleichen Weg einschlugen.
Es hätte ein so schöner Abend werden können und er begann auch recht vielversprechend. Dass mein Freund und ich getrennt voneinander kamen war normal und auch dass wir nicht den ganzen Abend über aneinander klebten wie zwei Kletten, ich musste mir ehrlich gestehen, störte mich die Tatsache, dass er sich an diesem Abend auffällig oft in meiner Nähe aufhielt.
Ich unterhielt mich wunderbar mit meinem Freund aus Kindertagen. Lewis war wie ein Bruder für mich und in schwierigen Situationen immer für mich da, nicht nur einmal hatte er sich auch für mich geprügelt.
Gerade lachten wir furchtbar über einen alten, ja fast schon ausgelutschten Witz aus dem Kindergarten, als Niko plötzlich sagte: "Ach ja, Laule Ende August gehe ich für drei Monate ins Ausland. Azubiprogramm meiner Firma."
Ich hielt inne, drehte mich zu ihm um. Während ich sprach zog ich eine Augenbraue in die Höhe und musterte ihn argwöhnisch. "Schön, dass ich an deiner Entscheidung teilhaben darf. Und schön, dass du mir den Abend versaust. Das hättest du mir nicht morgen sagen können oder? Du bist so ein *****. Wag es nicht mich heute nochmal anzusprechen."
Ich war laut geworden. Zu Recht wie ich fand. Niko bereitete mir gern schlechte Laune, indem er immer von solchen Themen anfing, wenn wir unter Leuten waren.
Normalerweise hielt ich mich zurück, was meine engeren Freunde wunderte, da ich meine Meinung seit frühester Kindheit lauthals kundtue.
Um meinen Lieblingsrapper zu zitieren: ich sage öfter Sachen, die über Grenzen gehen, doch ich kann mit allen Konsequenzen leben.
So dachte ich zumindest damals noch.
Aufgebracht tingelte ich zur Bar und kippte einen Shot um mir danach einen puren Whisky auf Eis einzuschenken.
Dort stand ich nun alleine. Alle wussten, dass es besser war mich in diesem Moment in Ruhe zu lassen.
Ich war nicht immer so leicht aus der Fassung zu bringen. Nein, wirklich nicht.
Aber Niko brachte mich immer zur Weißglut. Mit seiner tollpatschigen kindischen Art, allen Problemen aus dem Weg zu gehen.
Meistens schwiegen wir uns an. Oder ich schlief und er saß vor seiner Playstation.
Lange dachte ich darüber nach, ob diese Beziehung noch Sinn machte. Gegensätze sollen sich ja anziehen, nur waren wir wohl zu verschieden. Er ruhig, in sich gekehrt, ohne den Drang sein Leben an der frischen Luft und unter Menschen zu verbringen. Eigentlich der komplett falsch Partner für mich.
Mit diesen Überlegungen kam ich zu der Erkenntnis, dass er definitiv nicht der Mann war, mit dem ich alt werden wollte. Wir hatten uns schon nach knapp zwei Jahren nichts mehr zu erzählen. Im Grunde genommen eigentlich noch nie.
Mit einem Zug trank ich mein Glas leer, holte meine Jacke und verabschiedete mich. Lewis blickte mich an: "Laule, alles ok bei dir?"
"Ja alles bestens. Kommst du morgen Abend zum Zocken vorbei?"
"Aber sicher. Ich bring dir auch noch was mit."
Er sah mich durchdringend an. Lewis kannte mich einfach gut. Zu gut.
Es tat gut ihn als Freund, ja eigentlich als Bruder zu haben.
Ich lächelte ihn dankbar an. "Danke Großer, bis morgen dann!"
Als letztes ging ich zu Robin, unserem Geburtstagskind. "Eeeeh Robinchen, ich geh nach Hause. Bin ziemlich kaputt von der Woche und morgen früh zum Reiten verabredet. War wieder toll hier! Grüße an deine Eltern." Ich nahm ihn herzlich in die Arme und lief die 500 Meter nach Hause.
Daheim war schon alles dunkel und so ging ich auch gleich ins Bett.
Ich hatte ein komisches Gefühl in der Magengegend.
Irgendwie war dieser Abend das Anfang vom Ende.
schon lange bin ich hier im Forum unterwegs, allerdings erst seit heute angemeldet, da ich bis dato nirgends meinen Senf dazu geben wollte.
Seit einiger Zeit schwebt mir eine Geschichte im Kopf herum, die ich nun gerne mit euch teilen möchte. Sie weist teilweise Parallelen zu meinem Leben auf, ist aber hauptsächlich Inspiration aus dem Forum. Freakshows, eure Geschichten, normale Fragen, die das Reiten betreffen und Erfahrungen aus dem Off-Topic-Bereich.
Diese Geschichte hat einen roten Faden und ist in meinem Kopf so gut wie abgeschlossen.
Konstruktive Kritik ist gerne gesehen :) Bitte seid aber nicht zu streng mit mir, ist das erste was ich veröffentliche. Ich schreibe schon lange und viel, meine Lehrer meinten immer kreatives Schreiben würde mir liegen.
Und nun soll es losgehen.
Salz.
Sie gießt Salz in deine Wunden.
Die Story hat nicht jemand anderes erfunden.
Tränen laufen deine Wangen herunter
Und dein Ich ertrinkt darunter
Warst verliebt, hast an die Zukunft geglaubt.
Hast dir zwar selbst auch so manches verbaut.
Von diesem Arschtritt bleiben Spuren zu sehen
Nicht nur kurz, dein ganzes Leben.
Frei.Wild - A.rschtritt
Die Story hat nicht jemand anderes erfunden.
Tränen laufen deine Wangen herunter
Und dein Ich ertrinkt darunter
Warst verliebt, hast an die Zukunft geglaubt.
Hast dir zwar selbst auch so manches verbaut.
Von diesem Arschtritt bleiben Spuren zu sehen
Nicht nur kurz, dein ganzes Leben.
Frei.Wild - A.rschtritt
März 2012
Wütend stapfte ich durch die bitterkalte Nacht im März. Ich schnaufte, blieb stehen und steckte mir eine Kippe an. Nach drei Zügen schmiss ich sie in den Gulli. Schmeckte nicht. Vielleicht sollte ich damit aufhören. Sagte Niko auch immer. Er wollte keinen Aschenbecher küssen. Und insgeheim nervte es ihn, dass ich beim Rauchen ständig neue Leute kennen lernte.
Niko. Seit zweieinhalb Jahren war er nun schon mein Freund. Meine erste richtig lange Beziehung. Ob ich glücklich war? Mhm gute Frage. Wohl eher nicht.
Ich dachte wieder an den Geburtstag, von dem ich gerade wutschnaubend abgedampft war. Dabei wollte ich doch eigentlich nur mit meinen alten Klassenkameraden lachen, reden und feiern. Robin hatte sich große Mühe mit seinem 18. Geburtstag gegeben, die Garage war so schön her gerichtet, seine Mutter hatte sich mit den Köstlichkeiten, die sie auftischte, mal wieder selbst übertroffen, es gab gut und reichlich zu trinken und die Stimmung war gelöst. Das lag vor allem an den Leuten; allesamt Menschen, die ich seit meiner Kindheit kannte und nun so selten sah, da wir nach unserem Abschluss selten den gleichen Weg einschlugen.
Es hätte ein so schöner Abend werden können und er begann auch recht vielversprechend. Dass mein Freund und ich getrennt voneinander kamen war normal und auch dass wir nicht den ganzen Abend über aneinander klebten wie zwei Kletten, ich musste mir ehrlich gestehen, störte mich die Tatsache, dass er sich an diesem Abend auffällig oft in meiner Nähe aufhielt.
Ich unterhielt mich wunderbar mit meinem Freund aus Kindertagen. Lewis war wie ein Bruder für mich und in schwierigen Situationen immer für mich da, nicht nur einmal hatte er sich auch für mich geprügelt.
Gerade lachten wir furchtbar über einen alten, ja fast schon ausgelutschten Witz aus dem Kindergarten, als Niko plötzlich sagte: "Ach ja, Laule Ende August gehe ich für drei Monate ins Ausland. Azubiprogramm meiner Firma."
Ich hielt inne, drehte mich zu ihm um. Während ich sprach zog ich eine Augenbraue in die Höhe und musterte ihn argwöhnisch. "Schön, dass ich an deiner Entscheidung teilhaben darf. Und schön, dass du mir den Abend versaust. Das hättest du mir nicht morgen sagen können oder? Du bist so ein *****. Wag es nicht mich heute nochmal anzusprechen."
Ich war laut geworden. Zu Recht wie ich fand. Niko bereitete mir gern schlechte Laune, indem er immer von solchen Themen anfing, wenn wir unter Leuten waren.
Normalerweise hielt ich mich zurück, was meine engeren Freunde wunderte, da ich meine Meinung seit frühester Kindheit lauthals kundtue.
Um meinen Lieblingsrapper zu zitieren: ich sage öfter Sachen, die über Grenzen gehen, doch ich kann mit allen Konsequenzen leben.
So dachte ich zumindest damals noch.
Aufgebracht tingelte ich zur Bar und kippte einen Shot um mir danach einen puren Whisky auf Eis einzuschenken.
Dort stand ich nun alleine. Alle wussten, dass es besser war mich in diesem Moment in Ruhe zu lassen.
Ich war nicht immer so leicht aus der Fassung zu bringen. Nein, wirklich nicht.
Aber Niko brachte mich immer zur Weißglut. Mit seiner tollpatschigen kindischen Art, allen Problemen aus dem Weg zu gehen.
Meistens schwiegen wir uns an. Oder ich schlief und er saß vor seiner Playstation.
Lange dachte ich darüber nach, ob diese Beziehung noch Sinn machte. Gegensätze sollen sich ja anziehen, nur waren wir wohl zu verschieden. Er ruhig, in sich gekehrt, ohne den Drang sein Leben an der frischen Luft und unter Menschen zu verbringen. Eigentlich der komplett falsch Partner für mich.
Mit diesen Überlegungen kam ich zu der Erkenntnis, dass er definitiv nicht der Mann war, mit dem ich alt werden wollte. Wir hatten uns schon nach knapp zwei Jahren nichts mehr zu erzählen. Im Grunde genommen eigentlich noch nie.
Mit einem Zug trank ich mein Glas leer, holte meine Jacke und verabschiedete mich. Lewis blickte mich an: "Laule, alles ok bei dir?"
"Ja alles bestens. Kommst du morgen Abend zum Zocken vorbei?"
"Aber sicher. Ich bring dir auch noch was mit."
Er sah mich durchdringend an. Lewis kannte mich einfach gut. Zu gut.
Es tat gut ihn als Freund, ja eigentlich als Bruder zu haben.
Ich lächelte ihn dankbar an. "Danke Großer, bis morgen dann!"
Als letztes ging ich zu Robin, unserem Geburtstagskind. "Eeeeh Robinchen, ich geh nach Hause. Bin ziemlich kaputt von der Woche und morgen früh zum Reiten verabredet. War wieder toll hier! Grüße an deine Eltern." Ich nahm ihn herzlich in die Arme und lief die 500 Meter nach Hause.
Daheim war schon alles dunkel und so ging ich auch gleich ins Bett.
Ich hatte ein komisches Gefühl in der Magengegend.
Irgendwie war dieser Abend das Anfang vom Ende.
Salz.
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