Mit dem Pferd arbeiten - trotz Depressionen?

samedi 14 mars 2015

Hallo ihr Lieben,



seit dem 21.12.2014 bin ich Besitzerin eines 11jährigen Isländerwallachs, von dem ich vorher 3 Jahre lang Pflegerin war. Seit ich 13 bin, befinde ich mich in Therapie wegen mittelschwerer Depressionen, Sozialphobie und selbstverletzendem Verhalten (mittlerweile bin ich 18).

Natürlich ist es mir wichtig, zu meinem Pferd eine gute Beziehung zu haben. Daher lese ich viel in dieser Richtung, etwa wie man zu einer guten Führungsperson für das Pferd wird etc. . Nun stoße ich aber immer häufiger auf das Problem, dass meine Depressionen es mir wortwörtlich nicht erlauben, den dort gestellten Ansprüchen gerecht zu werden. So soll man selbstbewusst sein, stets gerade stehen, geduldig sein, seine Gefühle im Griff haben. Alles Dinge, die für mich nicht einfach bis zu unmöglich sind. Es ist mir nun einmal nicht möglich, meine ständig zusammengesackte Haltung aufzugeben, wenn ich mein Pferd hole. Es ist mir nicht möglich, es nicht persönlich zu nehmen, wenn die Arbeit mit dem Pferd nicht läuft wie erhofft - wenn einem zumal auch immer eingetrichtert wird, dass immer der Reiter schuld ist.

Auch in der Arbeit mit meiner Reitbeteiligung, die ich seit über 1,5 Jahren habe, habe ich oft wegen meines psychischen Zustandes Rückschläge. Quälend langsam, aber sicher drängt sich mir die Frage auf:

Ist es für einen Menschen mit Depressionen möglich, ein Pferd effektiv zu arbeiten?

An mir nagt der Gedanke, dass es eine falsche Entscheidung war, ein eigenes Pferd zu haben, weil ich ihm nicht gerecht werden kann. Ich dachte, wenn er erst meiner ist, dann wird sich die therapeutische Wirkung erst vollständig entfalten können, aber das Gegenteil ist der Fall.



Dieses Thema belastet mich wirklich sehr und ich hoffe, dass mir hier jemand helfen kann...



LG, Nia





Mit dem Pferd arbeiten - trotz Depressionen?

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