Unsere Geschichte
Am 01.11.2014 zog „Deichkind Royal“ bei mir ein.
Sie ist eine 2009 geborene Oldenburgerstute und im Papier finden sich unter anderem Donnerhall und Rubinstein wieder. Wunderbare GGA, ein toller erster Eindruck sowie eine äußerst nette Erscheinung bewegten mich dazu die Verkäuferin zu kontaktieren, obwohl Deichi eigentlich weit über meinem Budget lag!
Mein Gedanke war der nach einem Nachwuchspferdchen zu suchen, da meine erste Stute mittlerweile in Teilzeitrente ist und es mit meinem 2. Pony nicht sein sollte. Die Chemie passte nicht 100% ig und er hatte eine Fesselträgerverletzung weshalb er es ruhiger angehen lassen soll. Ich möchte nach ca 3-4 Jahren aber endlich zurück in den Sport.
Das erste Kennenlernen und das Probereiten war klasse!
(so stand sie beim kennen lernen da)
Ich wollte eigentlich ja einen Wallach, aber diese Stute hat mich nicht nur auf dem ersten Eindruck fasziniert, sondern auch beim persönlichen Kennenlernen. Im privaten Gespräch mit der Verkäuferin stellte sich heraus, dass sie „kürzer“ treten möchte und die Stute einfach zu viel sportliche Ambition mitbringt. Sie suche etwas kleineres, ruhigeres für sich und ihre Kinder. Also schlug ich ihr eine Inzahlungnahme des Ponys vor. Und wir kamen so auch zusammen.
Nach dem Stallwechsel sind wir es relativ ruhig angegangen. Ein wenig Arbeit, viel Auslauf und viel Kuschelzeit. Die ersten Novemberwochen spielte das Wetter ja noch sehr gut mit! Nach ein paar Tagen stellte sich heraus, dass die Stute nicht so ruhig und brav unterm Sattel blieb wie sie es beim Probereiten war. Sie blockierte, bockte, lief rückwärts und drohte bei Druck mit Steigen. Ich kannte nicht viel über ihre Vorgeschichte, da die Verkäuferin sagte sie kenne sie ebenfalls nicht. Dank der FN habe ich Kontakt mit der Vorvorbesitzerin aufnehmen können und habe erfahren, dass beide Vorbesitzer sehr wohl in einem Kontakt anfänglich standen und Deichkind immer „bei Laune“ gehalten werden muss – sie „noch nie“ einfach beim reiten war. Ich bekam die Informationen, dass es sehr wichtig sei „ruhig“ zu sitzen. Sie nicht zu „behindern“, ihr viel Raum vorne zu lassen und hinten ordentlich Druck zu machen. Und sie ist ein Arbeitsstier welches Täglich Abwechslungsreiches Training benötigte um interessiert und locker bei der Arbeit zu sein. Trotz alle dem Erfuhr ich auch noch, dass sie bereits 3 Jährig auf L Niveau gewesen sein soll und das konnte ich mir so gar nicht vorstellen, aber wurde bestätigt.
So hatte ich mittlerweile folgende Infos zusammen :
- In Holland gezüchtet und angeritten
- In England auf Auktion 3 Jährig
- Nach Deutschland verkauft 3 Jährig
- Besitzwechsel innerhalb Deutschland 4 Jährig
- 5 Jährig zu mir!
Also habe ich nach reichlicher Überlegung und Erfahrungsaustausch hier im Forum beschlossen einen Gang runter zu fahren. Viel vom Boden zu Arbeiten und Vertrauen aufzubauen. Am Boden / im Umgang haben wir nie Probleme gehabt – da ist sie ein Lamm.
Nach 4-6 Wochen Arbeit am Boden bin ich wieder in den Sattel und es war schlimmer denn je. Ich habe das erste Mal wirklich Angst gehabt in den Sattel zu steigen, dabei reite ich seit eh und je gerade auch die „Problempferde“. Ich war so weit sie wieder zu verkaufen. Durch eine Anzeige im Internet bin ich mir meiner Gefühle gegenüber ihr aber sehr schnell bewusst geworden. Ich liebe diesen Teufel bereits!
Also habe ich mich gezwungen wieder in den Sattel zu steigen und habe den anderen Weg gewählt. Liebevoll vom Boden und über Vertrauen half nicht, also wurde ich mal etwas strenger. Habe sie von mir distanziert, ihr klare Wege gesetzt, bereits bei der Longenarbeit wurde ich schon viel bestimmender und auch mal etwas „grober“. Beim Aufsteigen dann fing das Spiel wieder von vorn an. Sie will nicht in die Halle, geht rückwärts, droht mit steigen.
Ich bat sie nett 2,3x nun voran zu gehen! Beim darauf folgenden Versuch zu steigen gab es ordentlich den Hintern voll! Das erste Mal, dass ich eine Gerte „so“ eingesetzt habe. Und glaubt mir (ihr braucht mir das Wort nicht im Munde verdrehen) sie wurde NICHT verprügelt. Anstandslos ging es in die Halle. Schritt ein paar Runden waren wunderbar. Antraben? Nein sie wollte nicht, Rückwärts. Zack Gerte und schwupp ab im Trab. Seit dem läuft es einfach wunderbar in die richtige Richtung!
Natürlich sind die Probleme innerhalb einer Woche nicht verflogen! Aber ich merke, dass ich nicht an mir Zweifeln darf und sie eben genau das braucht : konsequente Führung. Unser ganzer Umgang hat sich seit dem Verbessert. Ich denke sie wusste einfach nicht wo ihr / mein Platz ist. Und wir beiden Stuten :lach: haben das unterbewusst die ganze Zeit ausgefochten und sie saß meist am längeren Hebel.
Mir ist bewusst, dass ich eine 5 Jährige Stute habe. Stuten muss man sowieso erst auf seine Seite bekommen und im Alter von 5 setzt ja nicht selten auch noch mal die Testphase ein. Wenn man sie aber einmal gewonnen hat sterben sie für einen! Ich freue mich auf unsere Zukunft. Jedoch ist mir auch bewusst, dass es mir nur möglich ist sie zu behalten, wenn es weiter bergauf geht.
Ich freue mich auf euch als neue und auch die alten Mitleser!
Sie ist eine 2009 geborene Oldenburgerstute und im Papier finden sich unter anderem Donnerhall und Rubinstein wieder. Wunderbare GGA, ein toller erster Eindruck sowie eine äußerst nette Erscheinung bewegten mich dazu die Verkäuferin zu kontaktieren, obwohl Deichi eigentlich weit über meinem Budget lag!
Mein Gedanke war der nach einem Nachwuchspferdchen zu suchen, da meine erste Stute mittlerweile in Teilzeitrente ist und es mit meinem 2. Pony nicht sein sollte. Die Chemie passte nicht 100% ig und er hatte eine Fesselträgerverletzung weshalb er es ruhiger angehen lassen soll. Ich möchte nach ca 3-4 Jahren aber endlich zurück in den Sport.
Das erste Kennenlernen und das Probereiten war klasse!
(so stand sie beim kennen lernen da)
Ich wollte eigentlich ja einen Wallach, aber diese Stute hat mich nicht nur auf dem ersten Eindruck fasziniert, sondern auch beim persönlichen Kennenlernen. Im privaten Gespräch mit der Verkäuferin stellte sich heraus, dass sie „kürzer“ treten möchte und die Stute einfach zu viel sportliche Ambition mitbringt. Sie suche etwas kleineres, ruhigeres für sich und ihre Kinder. Also schlug ich ihr eine Inzahlungnahme des Ponys vor. Und wir kamen so auch zusammen.
Nach dem Stallwechsel sind wir es relativ ruhig angegangen. Ein wenig Arbeit, viel Auslauf und viel Kuschelzeit. Die ersten Novemberwochen spielte das Wetter ja noch sehr gut mit! Nach ein paar Tagen stellte sich heraus, dass die Stute nicht so ruhig und brav unterm Sattel blieb wie sie es beim Probereiten war. Sie blockierte, bockte, lief rückwärts und drohte bei Druck mit Steigen. Ich kannte nicht viel über ihre Vorgeschichte, da die Verkäuferin sagte sie kenne sie ebenfalls nicht. Dank der FN habe ich Kontakt mit der Vorvorbesitzerin aufnehmen können und habe erfahren, dass beide Vorbesitzer sehr wohl in einem Kontakt anfänglich standen und Deichkind immer „bei Laune“ gehalten werden muss – sie „noch nie“ einfach beim reiten war. Ich bekam die Informationen, dass es sehr wichtig sei „ruhig“ zu sitzen. Sie nicht zu „behindern“, ihr viel Raum vorne zu lassen und hinten ordentlich Druck zu machen. Und sie ist ein Arbeitsstier welches Täglich Abwechslungsreiches Training benötigte um interessiert und locker bei der Arbeit zu sein. Trotz alle dem Erfuhr ich auch noch, dass sie bereits 3 Jährig auf L Niveau gewesen sein soll und das konnte ich mir so gar nicht vorstellen, aber wurde bestätigt.
So hatte ich mittlerweile folgende Infos zusammen :
- In Holland gezüchtet und angeritten
- In England auf Auktion 3 Jährig
- Nach Deutschland verkauft 3 Jährig
- Besitzwechsel innerhalb Deutschland 4 Jährig
- 5 Jährig zu mir!
Also habe ich nach reichlicher Überlegung und Erfahrungsaustausch hier im Forum beschlossen einen Gang runter zu fahren. Viel vom Boden zu Arbeiten und Vertrauen aufzubauen. Am Boden / im Umgang haben wir nie Probleme gehabt – da ist sie ein Lamm.
Nach 4-6 Wochen Arbeit am Boden bin ich wieder in den Sattel und es war schlimmer denn je. Ich habe das erste Mal wirklich Angst gehabt in den Sattel zu steigen, dabei reite ich seit eh und je gerade auch die „Problempferde“. Ich war so weit sie wieder zu verkaufen. Durch eine Anzeige im Internet bin ich mir meiner Gefühle gegenüber ihr aber sehr schnell bewusst geworden. Ich liebe diesen Teufel bereits!
Also habe ich mich gezwungen wieder in den Sattel zu steigen und habe den anderen Weg gewählt. Liebevoll vom Boden und über Vertrauen half nicht, also wurde ich mal etwas strenger. Habe sie von mir distanziert, ihr klare Wege gesetzt, bereits bei der Longenarbeit wurde ich schon viel bestimmender und auch mal etwas „grober“. Beim Aufsteigen dann fing das Spiel wieder von vorn an. Sie will nicht in die Halle, geht rückwärts, droht mit steigen.
Ich bat sie nett 2,3x nun voran zu gehen! Beim darauf folgenden Versuch zu steigen gab es ordentlich den Hintern voll! Das erste Mal, dass ich eine Gerte „so“ eingesetzt habe. Und glaubt mir (ihr braucht mir das Wort nicht im Munde verdrehen) sie wurde NICHT verprügelt. Anstandslos ging es in die Halle. Schritt ein paar Runden waren wunderbar. Antraben? Nein sie wollte nicht, Rückwärts. Zack Gerte und schwupp ab im Trab. Seit dem läuft es einfach wunderbar in die richtige Richtung!
Natürlich sind die Probleme innerhalb einer Woche nicht verflogen! Aber ich merke, dass ich nicht an mir Zweifeln darf und sie eben genau das braucht : konsequente Führung. Unser ganzer Umgang hat sich seit dem Verbessert. Ich denke sie wusste einfach nicht wo ihr / mein Platz ist. Und wir beiden Stuten :lach: haben das unterbewusst die ganze Zeit ausgefochten und sie saß meist am längeren Hebel.
Mir ist bewusst, dass ich eine 5 Jährige Stute habe. Stuten muss man sowieso erst auf seine Seite bekommen und im Alter von 5 setzt ja nicht selten auch noch mal die Testphase ein. Wenn man sie aber einmal gewonnen hat sterben sie für einen! Ich freue mich auf unsere Zukunft. Jedoch ist mir auch bewusst, dass es mir nur möglich ist sie zu behalten, wenn es weiter bergauf geht.
Ich freue mich auf euch als neue und auch die alten Mitleser!
~ Wenn sich das Niveau hebt und es endlich los geht ~
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