Neues Pferd, neuer Wille, neue Kraft?

lundi 12 janvier 2015

Hallo liebes Forum.

Zur Zeit plagen mich viele Sorgen und Probleme. Hier sind viele Menschen, die von ihren "Seelenpferden" sprechen und das Gefühl vermitteln, dass sie ohne die Reiterei nicht vollständig sind. Ich bin erst 18 Jahre alt, reite aber schon seit meinem 8ten Lebensjahr. Da ich eine schwere Kindheit hatte und bis heute unter ihr und vorallem unter meinem Vater leide waren die Pferde immer mein Ruhepol. Als Kind hatte ich immer Bauchschmerzen, war schüchtern und traurig. Bei den Pferden war dies anders. Durchs reiten ging es mir als Kind schon besser. Es kam wie es kommen musse - ich wünschte mir ein eigenes Pferd. Und ich bekam es. Erst ein Pony, welches ich nach ein paar Jahren an eine liebe Familie abgab, da ich zu groß für die wurde. Wir suchten mir ein Großpferd und fanden einen älteren Fuschwallach, der mich 1 1/2 Jahre nach Strich und Faden verascht hat. Ich landete in der Notaufnahme und war ganz ganz oft dabei ihn abzugeben. Die ganze Situation war am Ende so zugespitzt, dass ich ihn nichtmal mehr anfassen wollte.. kein führen... nichtmal ein Leckerchen. Vom reiten ganz zu schweigen. Er war ein altes Springpferd und kannte alle Kniffe der Reiterrei, war sehr selbstbewusst und aufgedreht. Viele Leute sind mit mir an ihm verzeifelt. Nach langer Zeit, vielen Tränen wechselten wir den Stall und ich fand einen Reitlehrer, der mir meine Angst nahm. Es dauerte lange, war harte Arbeit und weis Gott nicht einfach. Ich war so oft dran wieder zu verzeifeln. Rückschritte waren immer wieder da. Aber es wurde. Nach 2 Jahren galoppierte ich zum ersten mal wieder. Irgendwann war der Schalter umgelegt und ich hatte keine Angst mehr vor ihm. Er brauchte Vertrauen. Daran arbeiteten wir. Dann wurde er krank... Blutvergiftung. Vergiftung des Lympfsystems. Tage lang hohes Fieber. Eine emense Tierarztrechnung. Ich habe bei minus Temperaturen (gegen den Willen meiner Eltern) im Stall neben im übernachtet um bei ihm zu sein. Wir schafften es. Er wurde wieder halbwegs fit und ich hatte meinen Seelenpartner gefunden. Jede Träne, jeder gebrochne Knochen und jeder Nervenzusammenbruch waren es wert. Ich hatte meinen besten Freund gefunden, welcher die letzten Monate mit mir durch dick und dünn ging. Durch einen Zwischenfall in meiner Familie mussten wir ihn dann verkaufen und es fühlte sich an als hätte ich mein Herz weggeben müssen. Meine Welt brauch zusammen und ich mit ihr. Schwere psychische Krankheiten waren die Folge des Verlust und der Kindheit. Lange konnte ich kein Pferd sehen ohne zu weinen. Aber sie ziehen mich immer noch an. An guten Momenten konnte ich normal darüber reden und habe immer wieder bemerkt, dass das Reiten ein Teil meiner Identität und meines Selbstbewusstseins war. Ich habe es einfach mit Herz und Seele gemacht. Mittlweile habe ich den Verlust verkraftet und vermisse das Reiten an sich. Der Umgang mit der Pferd.. ich möchte einfach wieder mit diesen Tieren umgehen und das finden was ich verloren habe. Ich habe eine Reitbeteiligung versucht.. dies klappte nicht. Jetzt stehe ich vor einem Problem. Meine Mutter sah mein Leiden immer mit an und hat alles in Bewegung gesetzt mir wieder den Wunsch eines eigenen Pferdes zu erfüllen. Sie würde solange bis ich selber Geld verdiene für alle Kosten aufkommen. Da fängt mein Problem jetzt an... einerseits vermisse ich es so sehr und ich weiß wie viel für mich daran hängt. Ich brauche einen Anreiz in meinem Leben, der mir Kraft und Lebenswillen gibt. Jetzt bin ich alles andere als ein starker Mensch.. Schon der Gedanke, dass jeden Tag ein vierbeiniger Freund im Stall auf mich wartet macht mich so glücklich. Andererseits habe ich Angst das alles nicht zu schaffen. Durchhänger darf ich dann nicht mehr haben, weil das Tier mich braucht. Außerdem mache ich gerade mein Abitur und weiß noch nicht was danach kommt. Mir schwebt vor ein duales Studium zu machen. In der Zeit würde ich auch kein Geld verdienen und die Zeit würde knapp werden. Ich habe halt Angst, dass ich das Tier dann wieder abgeben muss. Doch es hängt so viel daran. Während meine Therapie fanden wir heraus, dass ich einen Ausgleich brauche und ich denke, dass ein Pferd dieser für mich wäre. Was sagt ihr? Würdet ihr euch eins anschaffen? Ich hoffe es versteht mich jemand.



Liebe Grüße





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