Brutales Westernreiten übertrieben oder dem Gehorsam dienlich?

mercredi 21 janvier 2015

Hallo ihr Lieben,



zunächst einmal möchte ich ausdrücklich erklären, dass ich keinesfalls Kritik am Westernreiten nehmen will, ich habe lediglich einige Fragen/würde mich über eure Ansichten zu Folgendem freuen.



Ich (eigentlich Dressurreiterin) habe seit kurzem viel mit Westernreitern zu tun und mir sind zwei Dinge in den letzten Monaten aufgefallen: Westernpferde sind sehr, sehr gehorsam und ausgegelichen, ABER: Westernreiter verwenden nicht selten (meiner Meinung nach) unnötig brutale Trainingsmethoden.

Der Trainer, der auch mich sein Westernpferd reiten ließ, verlangte zB, dass ich mit aller Kraft die Sporen einsetze und dabei die Zügel nach oben bewege, wodurch sich das Pferd versammeln soll. Reagiert es nicht augenblicklich auf eine leichte Hilfe, wird sofort die Ferse nach innen gedreht und "es kracht". Rennt das Pferd nicht augenblicklich nach einem "Woah" mehrere Schritte in geduckter Haltung rückwärts, werden die Zügel kurz genommmen und angezogen, während jeder Schritt mit Sporenstichen begleitet wird. Nicht selten reißen die Pferde ihre auf die Brust gezogenen Mäuler auf oder röcheln sogar minutenlang. Mir scheint, als würden sie nur durch die Halle schleichen, angespannt und in ständiger Angst vor der harten Strafe des Reiters, sollten sie eine seiner Hilfen nicht sofort verstehen. In neun von zehn Fällen wird es beim Betreten der Box mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen, aus mir unbegreiflichen Gründen. Grund: Sie seien frech, respektlos, und man müsse ihnen zeigen wer der Chef ist. Das Motto: Man hofft auf den Fehler des Pferdes, um es korrigieren zu können. So müssen die Pferde dann mehrere Bahnen lang am kurzen Zügel rückwärts gehen, werden gegen die Bande (natürlich mit Einsatz der Sporen) gewendet, es wird geschrien, gezerrt, gekickt...

Kurz gesagt: Einfach grauenhaft! Allerdings sind es aber die Westernpferde, die nach einem Spin seelenruhig am langen Zügel mit gesenktem Kopf vor sich hinzudösen scheinen, um im nächsten Moment aufmerksam anzugaloppieren. Sie bleiben ruhig, egal was passiert - alle anderen Pferde in der Halle scheuen, die Westernpferde stehen wie Felsen. Auch beim Putzen wird selten gemuckt (Strafe: die ganze Stallgasse rückwärts gehen, ein Tritt oder Schlag ins Gesicht) und sie scheinen allgemein unglaublich ruhig und ausgeglichen zu sein.

Liegt das einfach am Charakter der Pferde oder doch an der sehr strengen (meiner Meinung nach teilweise zu brutalen) Ausbildung? Was ist eure Meinung dazu? Ich war ehrlich gesagt schon etwas erschrocken; sogar im Gelände wird ein versammelter Arbeitsgalopp und perfektes Benehmen wie in der Bahn erwartet, ansonsten drohen Riegeln, Kicken, Rückwärtsgehen (nicht nur ein paar Schritte!), dass die Pferde teilweilse vor lauter Schreck mit allen Vieren in die Luft springen! Es wird nur gestraft und geschimpft, gelobt wird nie, teilweise ist mir schleierhaft was die armen Geschöpfe nun schon wieder falsch gemacht haben aber die Sporen klirren ununterbrochen...

Ich möchte nicht ausschließlich Westernreiter schlecht machen, in jeder Reitsportdisziplin gibt es schwarze Schafe, aber so etwas habe ich zuvor tatsächlich in dem Ausmaß noch nie gesehen.



Danke im Voraus für die Antworten!





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